32 Tage Selbstliebe – Selbstliebe-Challenge

Diejenigen von euch, die mir auf instagram folgen, haben es vielleicht schon mitbekommen – ich habe eine Selbstliebe-Challenge ins Leben gerufen. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich bereits mit diesem Thema, weil es für mich selbst oft Thema war und immer wieder ist. Und ich habe gemerkt, dass es vielen anderen auch so geht und ich damit nicht alleine bin. Eine Umfrage in einer instagram-Story hat dies kürzlich bestätigt. Von 12 Abstimmer haben 11 Abstimmer angegeben, dass es für sie ein Thema ist. Das war für mich ein erschreckendes Ergebnis und ich möchte gerne einen Beitrag dazu leisten, dass sich genau das ändert. Weil es nur einen Menschen gibt, der dein ganzes Leben lang bei dir ist – du selbst. Deswegen empfinde ich es als ganz besonders wichtig ein gutes Verhältnis zu sich selbst zu haben und sich selbst gut zu kennen.

Wie auch auf Instagram möchte ich jedoch ausdrücklich betonen, dass ich weder eine ausgebildete Psychologin bin, noch Coach. Ich berichte lediglich aus meinen eigenen Erfahrungen und dem was ich lernen durfte. Die Inhalte der Challenge sind dennoch mit größter Sorgfalt ausgewählt worden – nach bestem Wissen und Gewissen.


Vielleicht hast du selbst ein Thema mit Selbstliebe. Vielleicht bist du aber auch einfach nur neugierig was ich dazu zu sagen habe – beides völlig okay. Da du hier bist gehe ich davon aus, dass du bereit bist etwas zu lernen und an dir zu arbeiten. Das ist alles was zählt.

Herzlich Willkommen zur Selbstliebe-Challenge.

Tag 1 der Challenge:

Primär bedeutet Selbstliebe für mich, mich selbst zu lieben und anzunehmen wie ich bin. Es bedeutet für mich aber auch, Situationen und Umstände zu verlassen, wenn diese mir nicht mehr gut tun. Und es bedeutet für mich, die Beziehungen zu anderen Menschen – in jeglicher Form – zu überprüfen und gegebenenfalls zu verlassen, wenn diese mich dauerhaft belasten.

Warum allerdings auch die Themen Kleidung, Bewegung und Ernährung für mich zum Thema Selbstliebe gehören, werde ich dir im Laufe der Challenge gerne näher erklären. Außerdem werde ich dir erklären, welche Rolle Selbstwert und Selbstbewusstsein für das Thema Selbstliebe spielen. Dazu aber später mehr.

Aufgabe: Nun lade ich dich herzlich dazu ein, einmal in dich rein zu fühlen was Selbstliebe eigentlich für dich bedeutet. Was denkst du über Selbstliebe? Was bedeutet sie für dich? Was verbindest du damit?

Tag 2 der Challenge:

Um Selbstliebe entwickeln zu können, finde ich es essentiell zu wissen wo du stehst im Leben. Was für ein Mensch bist du? Was ist dir wichtig? Weißt du was deine Werte im Leben sind? Kennst du sie? Wir alle haben Werte nach denen wir leben, ob bewusst oder unbewusst. Diese Übung habe ich bei einem Seminar kennengelernt und möchte diese gerne an dieser Stelle mit dir teilen da ich sie wichtig und wertvoll finde. Und äußerst kraftvoll.

Meine fünf Werte sind beispielsweise Dankbarkeit, Hilfsbereitschaft, Humor, Kreativität und Zuverlässigkeit. Das bedeutet, dass mir diese Werte von allen Werten der gesamten Werte-Liste in meinem Leben am wichtigsten sind.

Aufgabe: Suche dir im Netz eine Werte-Liste aus und entscheide bei jedem Wort intuitiv welche Werte dir besonders wichtig sind. Bitte denke nicht lange drüber nach, sondern entscheide spontan aus dem Bauch heraus welche Wörter dich ansprechen – alles andere würde das Ergebnis verfälschen. Vielleicht sind es Ehrlichkeit, Authentizität, Kreativität oder Humor. Vielleicht aber auch ganz andere Werte. Warst du dir deiner Werte bewusst? Oder bist du überrascht über das Ergebnis? Wähle in zwei weiteren Durchgängen intuitiv aus, welche der bereits gewählten Werte dir besonders wichtig sind. Zum Schluss sollten deine fünf wichtigsten Werte übrig bleiben. Diese Werte-Liste benötigst du für eine der späteren Aufgaben.

Tag 3 der Challenge:

Nachdem du dich nun mit deinen eigenen Werten beschäftigt hast, lass uns einen Blick darauf werfen was dich glücklich macht. Schließlich möchten wir doch alle glücklich sein. Hast du dich jemals damit auseinander gesetzt was dich wirklich glücklich macht? Weißt du woran du Spaß hast? Weißt du was dich begeistert? Weißt du bei welcher Tätigkeit du die Zeit vergisst?

Selbstliebe bedeutet für mich auch, auf sich selbst zu achten. Und mehr von denjenigen Dingen zu tun, die einen selbst glücklich machen. Denn diese Dinge sind wichtig für deine seelische Gesundheit, da sie einen Ausgleich schaffen zwischen all den stressigen Zeiten – denen wir viel zu oft ausgesetzt sind – und uns wieder in unsere Balance bringen.

Aufgabe: Fühle heute einmal genau hin, bei den Dingen die du tust. Tust du sie aus freien Stücken? Ist es das was du machen möchtest? Macht es dir Spaß? Oder ist es ein notwendiges Übel? Macht es dich wirklich glücklich?

Natürlich kann es sein, dass du nicht bei jeder Tätigkeit ein 100%iges “Ja” auf diese Frage bekommst. Bestes Beispiel ist z.B. der Hausputz. Den würde ich persönlich eher als notwendiges Übel einstufen. Die Antworten auf diese Frage sind eine sehr individuelle Sache und können ganz unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen.

Tag 4 der Challenge:

Nachdem du dich gestern mit den Dingen beschäftigt hast die dich glücklich machen, geht es heute um deine Gedanken. Wie denkst du eigentlich über dich selbst? Magst du dich selbst? Oder hast du, wie ich sehr lange, den inneren Kritiker auf voller Lautstärke? Die innere Stimme, die dir immer wieder einreden möchte, dass du nicht gut genug bist. Dass du es eh nicht schaffst. Dass es eine Nummer zu groß ist für dich. Dass du Erfolg nicht verdient hast. Dass du es nicht wert bist geliebt zu werden. Zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn – der innere Kritiker findet immer etwas, was noch nicht gut genug ist.

Das Gute ist, die meisten dieser Selbstzweifel werden nicht von außen an uns herangetragen. Sondern entspringen unseren eigenen Gedanken. Was daran gut sein soll? Das bedeutet, dass du den inneren Kritiker aktiv beeinflussen kannst indem du anfängst positiv über dich selbst zu denken (und zu reden). Stückchen für Stückchen.

Natürlich ist an dieser Stelle nicht unbedingt Wunderheilung möglich – für die meisten fest verankerten negativen Glaubenssätze bedarf es viel Geduld, Ausdauer und den unbeugsamen Willen diese abzulegen und durch neue positive Glaubenssätze zu ersetzen. Und an dieser Stelle sei nochmal erwähnt, dass es keine Schande ist sich professionelle Unterstützung zu holen.

Aufgabe: Beobachte heute einmal bewusst deine Gedanken über dich selbst. Sind diese negativ oder positiv? Welche Seite überwiegt? Welche Gedanken hast du? Womit machst du dich vielleicht sogar selbst fertig? Schreibe dir bitte die positiven Dinge auf, die du über dich selbst denkst. Wenn du möchtest kannst du hierzu auch deine Familie und Freunde einbinden und um ihre Meinung bitten – der Blick von außen ist manchmal ganz praktisch.

Tag 5 der Challenge:

Warst du jemals auf eine Geburtstagsfeier eingeladen und dein Gefühl sagt dir, ein Sofa-Abend wäre eigentlich besser? Wie hast du dich in dieser Situation entschieden? Es gibt Tage da quälen wir uns zur Geburtstagsfeier. Und es gibt Tage da gewinnt der Sofa-Abend. Wenn du dann tatsächlich die Entscheidung getroffen hast, ob du jetzt zur Geburtstagsfeier gehst oder auf dem Sofa bleibst, dann solltest du 100%ig hinter dieser Entscheidung stehen. Du hast dich so entschieden, weil es sich richtig angefühlt hat. Und letztendlich musst du dich in solchen Situationen für eine Sache entscheiden, weil du dich schließlich nicht zerteilen kannst.

Jedes Mal wenn du gegen deine eigenen Gefühle handelst, entfernst du dich mehr von dir selbst. Deine Gefühle sind wichtig. Nimm sie ernst. Sie sind es wert. Du solltest es dir wert sein darauf zu hören was du wirklich willst.

Aufgabe: Fühle heute einmal ganz genau in dich rein. Wonach ist dir gerade? Was würde dir jetzt gut tun? Was möchtest du jetzt gerade tun? Darauf zu hören ist reine Übungssache. Je öfter du es tust, desto leichter fällt es dir. Mach es zur Routine.

Tag 6 der Challenge:

Hups – was ist das denn? Ja, auch das Thema gehört zur Selbstliebe dazu: Selbstbefriedigung. Eigentlich ist es so naheliegend – dennoch werden ein paar von euch bei dem Thema sicherlich zusammenzucken. Zumindest geht es mir bei dem Thema regelmäßig so. In meiner Familie redet man über so etwas nicht. Bis heute nicht. Ich erinnere mich auch nicht daran, dass ich von meiner Familie aufgeklärt wurde. Dabei ist es so ein wichtiges und auch schönes Thema. Denn natürlich hilft auch Selbstbefriedigung dir herauszufinden wie du tickst und was dir Spaß macht. Und vor allem wie du dich selbst glücklich machen kannst.

… und ich – ich habe mittlerweile verstanden, dass es ein Thema meiner Familie ist, nicht darüber zu sprechen. Aber es ist nicht mein persönliches Thema. Natürlich ist es erstmal meine Prägung, aber ich bin mittlerweile erwachsen und entscheide selbst, wie ich damit umgehe. Und ich entscheide, dass ich nicht denselben Fehler machen werde das Thema komplett auszuklammern.

Aufgabe: Welche Glaubenssätze hegst du in Bezug auf Selbstbefriedigung? Hast du eine gesunde Sexualität? Welche Prägung hast du durch dein Elternhaus und dein Umfeld mitbekommen?

Tag 7 der Challenge:

Wie klingt der Satz “Ich liebe mich” für dich? Ungewohnt? Merkwürdig? Oder vielleicht sogar vertraut? Für die meisten Menschen ist es wohl eher so, dass dieser Satz einen inneren Widerstand erzeugt. “So etwas kann ich doch nicht sagen!” Hmm, warum nicht? Warum tun wir uns so schwer damit? Es ist in unserer Gesellschaft ziemlich verpöhnt und wird oft mit Selbstverliebtheit verwechselt, machen wir uns nichts vor. Aber eigentlich ist es völlig egal was wir tun oder sagen, es wird immer Leute geben denen es nicht passt. Deswegen bin ich ein großer Fan davon, einfach zu machen was man selbst für richtig hält ohne großartig darauf zu achten was die Gesellschaft als “gut” empfindet. Das muss noch lange nicht für einen selbst passen.

Der Satz “Ich liebe mich” sollte selbstverständlich werden! Für jeden Menschen. Aber ich weiß auch, dass es bis dahin ein langer und steiniger Weg sein kann. Vielleicht fangen wir deshalb lieber etwas kleiner an und nutzen stattdessen den Satz “Ich mag mich”. Wie klingt dieser Satz für dich? Besser? Weniger ungewohnt? Weniger merkwürdig?

Nur wer sich selbst bedingungslos liebt, kann auch andere bedingungslos lieben.

Aufgabe: Fühle heute einmal in dich hinein wie sich die beiden Sätze für dich anfühlen. Welcher Satz sagt dir mehr zu? Und vielleicht findest du sogar für dich heraus, warum das so ist. Was hält dich davon ab diese Sätze zu nutzen? Welche Prägung hast du in dieser Hinsicht?

Tag 8 der Challenge:

Wir alle betrachten uns tagtäglich im Spiegel. Aber sind wir mal ehrlich – wir sind darauf konditioniert die Fehler an uns im Spiegel zu suchen. “Das Haar sitzt noch nicht, meine Haut glänzt und was ist das überhaupt für eine hässliche Falte an meinem Hemd. Sollte ich vielleicht doch etwas anderes anziehen?” Wann stehen wir mal vor dem Spiegel und suchen das Positive? Wann suchen wir mal die Dinge, die uns an uns selbst gefallen? Das süße Grübchen, die vollen Lippen oder unsere tolle neue Haarfarbe. Wir alle können zahlreiche Dinge an uns selbst aufzählen, die wir an uns nicht leiden mögen. Aber was ist mit den Dingen, die wir an uns mögen? Die kommen auf wundersame Weise immer viel zu kurz.

Aufgabe: Betrachte dich heute einmal liebevoll selbst im Spiegel. Was magst du an dir? Äußerlich? Innerlich? Worauf bist du stolz? Was hast du schon alles erreicht in deinem Leben? Erkenne an, dass du bereits dein Bestes gibst und hör auf dich für diejenigen Dinge zu verurteilen, die du vielleicht nicht perfekt kannst. Auch das ist ein Teil von dir, der von dir geliebt werden will. Liebe deine eigene Unperfektheit. Menschen mögen Menschen mit Ecken und Kanten, das unperfekte, echte, authentische.

Stell dir vor du bist schon lange gut so wie du bist und merkst es nicht.

Ich bin nicht perfekt und das ist gut so!

Tag 9 der Challenge:

So viele Menschen schleppen tagtäglich ihren eigenen kleinen Rucksack mit sich herum. Dieser Rucksack ist gepackt mit Vorwürfen, Zweifeln, Sorgen, Ängsten, Schmerz. Ist es bequemer ihn aufzubehalten? Wäre es zu aufwendig diesen einfach abzusetzen oder an diejenigen Menschen zurück zu geben, denen die Vorwürfe, Zweifel, Sorgen, Ängste und Schmerzen eigentlich gehören? Nicht immer ist all das unser eigenes. Manches haben wir auch einfach ohne zu hinterfragen übernommen und als unsere eigene Wahrheit angenommen.

Mir ging es jahrelang so was das Horten von Dingen angeht. Ich hatte unbewusst den Glaubenssatz meiner Eltern übernommen “man könnte es ja noch einmal gebrauchen”. Das hatte zur Folge, dass ich jahrelang nichts wegwerfen konnte ohne schlechtes Gewissen.

Dieser Rucksack lässt sich vergleichen mit Schaukeln. Du bewegst dich zwar, kommst aber nicht weiter weil der Rucksack dich einschränkt.

Aufgabe: Wie sieht dein Rucksack aus? Was wirfst du dir immer wieder selbst vor? In welcher Sache hast du dir noch nicht selbst verziehen? Wo bist du nicht im Reinen mit dir? Gibt es Situationen die dich immer wieder triggern? Und was hat das Ganze mit dir selbst zu tun? Jede Reaktion ist ein Ausdruck deiner inneren Einstellung. Schaue heute einmal genauer hin warum du so reagierst wie du reagierst. Lerne dich ein Stück weit selbst besser kennen.

Tag 10 der Challenge:

Nachdem du dich nun selbst etwas besser kennst, beschäftigen wir uns heute erneut mit ein paar Grundsatzdingen. Wenn du im Leben bei bestimmten Themen nicht voran kommst kann dies zahlreiche Gründe haben.

Einer dieser Gründe kann sein, dass dein Handeln nicht mit deinen Plänen überein stimmt. Du möchtest Sport machen, wirst aber immer wieder von deinem inneren Schweinehund chipsessend auf dem Sofa festgehalten. Der Plan war da, aber der feste Wille diesen zu umzusetzen nicht. Wo bleibt hier die Disziplin? Das Durchhaltevermögen? Die Konsequenz? Das Gute ist: All das lässt sich trainieren.

Dein Wille ist dein stärkster Muskel – trainiere ihn.

Tu dir selbst einen Gefallen und nimm endlich deinen inneren Schweinehund an die Leine. Entscheide dich dafür, dass es nur dein Leben ist!

Aufgabe: Welche Eigenschaft fehlt dir um dich selbst lieben zu können? Wo stehst du dir selbst im Weg? Handelst du nach deinen Plänen?

Tag 11 der Challenge:

Welche Auswirkungen die Kleidung, die ich täglich trage, auf mich und mein Wohlbefinden hat, durfte ich während meines dreimonatigen Kleiderschrank-Experiments am eigenen Leib spüren. Bei diesem Experiment habe ich alle Oberteile einen Tag lang angezogen und währenddessen geschaut wie ich mich darin fühle, ob diese noch zu mir passen und ich sie behalten möchte oder nicht. Mir ging es hierbei zwar darum meinen Kleiderschrank rigoros auszumisten – aber das Kleiderschrank-Experiment hat mir auch sehr geholfen ein besseres Gefühl für mich, meinen Körper und meinen Kleidungsstil zu bekommen. Es gab immer wieder Tage da habe ich mich sehr wohl gefühlt in meiner Kleidung und an anderen Tagen konnte das Ende des (Arbeits-)Tages gar nicht schnell genug da sein.

Liebe dich selbst genug um dich nicht in Kleidung zu hüllen, die du insgeheim gar nicht leiden kannst.

Wenn du dich nicht wohl in deiner Kleidung fühlst, strahlst du genau das aus.

Aufgabe: Heute lade ich dich dazu ein, einmal genau hinzuspüren ob dir die Kleidung die du trägst dir tatsächlich ein gutes Gefühl gibt. Das gilt besonders für die Kleidung, die du zuhause trägst. Denn auch zuhause solltest du dich wohl fühlen in deiner Haut – und eben auch deiner Kleidung. Und wenn dir deine Kleidung kein gutes Gefühl mehr gibt, dann ziehe bitte den Gedanken in Betracht, diese gehen zu lassen. Das Leben ist zu kurz um unliebsamen Kleidungsstücken Beachtung zu schenken.

Tag 12 der Challenge:

Gehörst du zu denjenigen Menschen, die versuchen es allen recht zu machen? Daran ist erst einmal nichts falsch. Nur hast du dabei immer mindestens einen Menschen vergessen – dich selbst. Und, wie du schon gelernt hast, bist DU der wichtigste Mensch in deinem Leben. Denn du bist der einzige Mensch mit dem du dein ganzes Leben lang zusammen bist.

In meinem Bekanntenkreis befinden sich nach wie vor Menschen, die bestimmte Dinge nur tun von denen sie wissen, dass sie gut ankommen. Das ist für mich definitiv ein Zeichen, dass diese Menschen sich noch nicht selbst gefunden haben. Damit geben sie ihren Mitmenschen überhaupt keine Chance sie wirklich und wahrhaftig kennen zu lernen.

Aufgabe: Beobachte dich heute einmal liebevoll selbst. Die Dinge, die du tust – tust du diese wirklich nur für dich selbst? Würdest du diese auch tun, wenn niemand zusehen würde? Wer bist du wenn niemand zusieht? Bist du wirklich du selbst? Bitte achte bei dieser Übung besonders auf vollkommene Ehrlichkeit dir selbst gegenüber. Du tust dir ansonsten keinen Gefallen.

Tag 13 der Challenge:

Wie viel Zeit verbringst du tatsächlich mit den sozialen Medien? Im August hatte ich eine zweiwöchige Social Media Pause eingelegt. Denn auch ich bin nicht davor verschont geblieben mich mit anderen zu vergleichen. Auslöser waren die sozialen Medien, Ursache meine innere Unzufriedenheit mit mir selbst und mit meinem Leben. Ich habe mir diese Auszeit bewusst genommen um wieder zu mir zurück zu kehren.

Es ist teilweise sehr schwer in den sozialen Medien vertreten zu sein, die ganzen Urlaubsbilder und Erfolge anderer Menschen zu sehen und nicht zu vergleichen.

Der Vergleich mit anderen ist der Tod deiner Selbstliebe!

Aufgabe: Beobachte heute dein Surfverhalten in den sozialen Medien – in welchen Situationen surfst du besonders intensiv? Wie geht es dir dabei? Welche Gedanken hast du dabei? Wie viel Zeit verbringst du tatsächlich damit? Versuche dich außerdem ab sofort einfach mal mit anderen Menschen zu freuen, anstatt neidisch zu sein oder zu vergleichen. Du weißt nie was dahinter steckt und wie lange sie beispielsweise im Vorfeld für genau diesen Urlaub sparen mussten auf den du gerade neidisch bist. Gönne ihnen ihre Erfolge und Urlaube. Das würdest du dir sicherlich auch für dich selbst wünschen, oder?

Tag 14 der Challenge:

Nicht nur die Zeit, die du in sozialen Medien verbringst, hat Einfluss auf dein Selbstwertgefühl – auch deine Wohnsituation und dein gesamtes Umfeld beeinflussen dein Selbstwertgefühl. Es gibt viele Arten von Einflüssen, die dich in deinem persönlichen Wachstum einschränken können. Ein paar Beispiele gefällig? Du wohnst in einem Keller, in dem du dich nicht wohl fühlst. Du führst eine Beziehung mit einem extrem eifersüchtigen Partner. Du arbeitest für ein Unternehmen, dessen Philosophie du nicht unterstützt. All dies sind Faktoren, die dein persönliches Wachstum einschränken können und letztendlich deine Unzufriedenheit befeuern.

Aufgabe: Für diese Übung benötigst du deine Werte-Liste aus Übung 2 (ich hatte doch gesagt du benötigst sie noch 😉 ). Überprüfe heute einmal die verschiedenen Rollen, die du hast (Mutter/Vater, Tochter/Sohn, Ehefrau/-mann, Partner(in), Angestellte(r) etc.) indem du eine Tabelle machst. In die verschiedenen Zeilenköpfe kommen die fünf Werte. In die verschiedenen Spaltenköpfe kommen die Rollen, die du hast. In den leeren Zeilen vergibst du anschließend Punkte. Beispielsweise wenn du den Wert “Kreativität” gewählt hast, fragst du dich inwieweit du diesen bei deinen verschiedenen Rollen ausleben kannst und vergibst dafür Punkte von 0-5 für jede Rolle. 0 steht hierbei für “gar nicht” und 5 für “sehr”. Je höher deine vergebene Punktzahl, desto mehr kannst du diesen Wert in deiner Rolle ausleben.

Wie sieht dein Ergebnis aus? Bist du überrascht? Anhand dieser Tabelle erkennst du nun dein Entwicklungspotential. Gibt es Bereiche, in denen du deine Werte überhaupt nicht ausleben kannst? Und wie sieht es aus mit den Lebensbereichen, in denen du deine Werte besonders gut ausleben kannst – bist du mit diesen Lebensbereichen rundum zufrieden?

Tag 15 der Challenge:

Manchmal trennen sich Wege, ohne dass man es bemerkt. Still und heimlich. Und manchmal bleibt man jahrelang in Freundschaften oder Bekanntschaften “stehen”, die einem schon lange nicht mehr gut tun. Die Gründe hierfür sind meist vielfältig. Meiner Meinung nach braucht zwar jeder Mensch Freunde, aber es gibt auch genug toxische Menschen da draußen bei denen man vorsichtig sein sollte. Das sind solche Menschen, die für jede Lösung ein Problem parat haben. Die Schwarzmaler. Die Dauer-Jammerer. Ich rede nicht von Personen, die dies phasenweise tun, sondern von denjenigen, die gar keine andere Platte mehr auflegen und es auch nach einem dezenten Hinweis nicht tun möchten.

Und manchmal, ja manchmal, da braucht es 10 Jahre um zu erkennen, dass der Kontakt zu einem bestimmten Menschen nicht mehr das ist, was er einmal war. Oder vielleicht nie das war, was er hätte sein können.

Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.

Aufgabe: Wie wünschst du dir deine Freundschaften? Was für Werte sind dir hier wichtig? Fühle heute einmal genau in dich rein, wenn du Kontakt zu anderen Menschen hast ob diese deinen Werten gerecht werden. Deine Intuition weiß meist schon sehr schnell, ob dir die Menschen in deinem Umfeld gut tun oder nicht. Welches Gefühl vermitteln deine Freundschaften und Bekanntschaften dir? Fühlst du dich noch wohl mit deinem Umfeld?

Tag 16 der Challenge:

Wie sehr Sport helfen kann ein besseres Körpergefühl und Selbstbewusstsein zu entwickeln, darf ich seit Monaten am eigenen Leib merken. Es ist wunderbar was sich dadurch getan hat. Jahrelang hatte ich das Gefühl, dass ich überhaupt keine Beziehung zu meinem eigenen Körper habe. Er war zwar da, aber ich habe mich nie wirklich gut um ihn gekümmert. Er war eher wie ein Fremdkörper. Der Sport hat nicht nur mein Selbstbewusstsein gepusht sondern auch mein eigenes Körpergefühl wesentlich verbessert. Ich habe nicht länger das Gefühl, dass ich keine Beziehung zu meinem Körper habe. Im Gegenteil, ich lerne ihn Stück für Stück immer mehr zu lieben wie er ist.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du jetzt unbedingt Hochleistungssportler werden musst. Das bin ich auch nicht. Schon kleine Trainingseinheiten haben eine positive Wirkung. Und wenn es nur das gute Gefühl ist, etwas für sich selbst und seinen Körper gemacht zu haben.

Kümmere dich gut um deinen Körper, damit deine Seele Lust hat darin zu wohnen.

Aufgabe: Fühle heute einmal in dich hinein: Wie häufig treibst du Sport? Welchen Sport würdest du gerne häufiger machen? Wenn du sagst “Sport ist nichts für mich” hast du vielleicht einfach noch nicht die richtige Sportart für dich gefunden.

Tag 17 der Challenge:

Wie sehen deine Essgewohnheiten aus? Auch wenn ich keine Expertin für Ernährung bin, weiß ich, dass viele Essgewohnheiten nicht gut sind. Zu viel Fastfood, zu viel Fett, zu viel Zucker. “Zu viel” ist fast immer schlecht.

Auch ich erwische mich oft genug dabei, wie ich am liebsten die komplette Tafel Schokolade essen würde. Aber tut mir das wirklich gut? Wohl nur im ersten Moment. Dann setzt bei mir ziemlich schnell das schlechte Gewissen ein und ich mache mich selbst dafür fertig. “Na, hast du wieder einmal Scheiße gefressen? Herzlichen Glückwunsch!”

Zumindest bei mir sind schlechte Essgewohnheiten ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass ich gerade in irgendeinem Bereich meines Lebens nicht im Gleichgewicht bin. Wenn ich also am liebsten zur Tafel Schokolade greifen möchte, frage ich mich was eigentlich gerade schief läuft und versuche es so gut es geht aus der Welt zu schaffen. Dann brauche ich auch (meistens) die Tafel Schokolade nicht mehr.

Aufgabe: Fühle heute einmal in dich hinein, ob das was du isst dir und deinem Körper wirklich gut tut. Du kannst gerne auch einfach mal die Inhaltsstoffe der Speisen die du zu dir nimmst nachschlagen. Meist hilft das schon ganz gut um einen Eindruck davon zu bekommen ob es dir gut tut oder nicht.

Tag 18 der Challenge:

Kennst du diese Menschen, die so sehr in sich selbst ruhen, dass sie nichts und niemand aus der Bahn werfen kann? Diese Menschen sind für mich absolute Vorbilder. Als ich jünger war wollte ich Buddhistin werden. Bis mir aufgefallen ist, dass ich dann niemanden mehr hassen darf. Daran bin ich letztendlich gescheitert. Damals. Mittlerweile kommt das Thema wieder für mich in Betracht. Was ich damit sagen möchte: Gerade im Buddhismus finden sich viele Menschen, die in sich selbst ruhen, deswegen nutze ich das an dieser Stelle als Beispiel.

Bitte mache nicht den Fehler und verwechsele Selbstliebe mit Arroganz. Arrogante Menschen stellen sich über alles und jeden, sie sehen sich als etwas Besseres. Jemand der sich selbst liebt ist beispielsweise so lange für andere da, bis es ihm nicht mehr gut tut und er sich aus Selbstliebe zurück nimmt. Um sich selbst zu schützen. Jemand der sich selbst liebt weiß, dass er großartig ist. Aber er weiß auch, dass andere Menschen großartig sind. Und lässt ihnen ihre Großartigkeit. Selbstliebe bedeutet, sich darüber bewusst zu sein, dass jeder Mensch einzigartig und das Konkurrieren mit anderen Menschen eine reine Zeit- und Energieverschwendung ist.

Aufgabe: Stelle dir jemanden vor der sich selbst liebt. Jemanden der so sehr in sich selbst ruht, dass ihn nichts und niemand aus der Bahn werfen kann. Und dann frage dich, wann immer du eine Entscheidung treffen musst: Wie würde ich handeln wenn ich mich selbst lieben würde?

Tag 19 der Challenge:

Kennst du diese Menschen, die bei der kleinsten Kleinigkeit aus der Haut fahren? Du kannst dir so einen Menschen gerne als Beispiel nehmen – dafür wie du nicht sein möchtest. Es lebt sich so unendlich viel ruhiger, wenn ich mich nicht über jede Kleinigkeit aufrege. Und letztendlich ist deine äußere Reaktion untrennbar mit deiner inneren verbunden. Alles was sich nach außen zeigt ist ein sichtbar gewordener Gedanke. Alles was du denkst, zeigt sich letztendlich in deinem Handeln.

Rege dich nicht über Dinge auf, die du nicht ändern kannst.

Aufgabe: Versuche heute dankbar anzunehmen was gerade IST. Lasse die Bewertung außer acht, ob das was gerade IST gut oder schlecht ist. Das interessiert erstmal nicht. Sei dankbar für alles – die guten und die schlechten Dinge und Zeiten. Denn sie alle sind dein Lehrer.

Tag 20 der Challenge:

Ist es für dich wichtig wie du in deinen Tag startest? Geht es dir nicht auch so, dass dein Tag genau so wird, wie du ihn begonnen hast? Wenn du dir am frühen Morgen schon dein Getränk übergeschüttet hast oder mit negativen Gedanken in den Tag startest der vor dir liegt- dann wird dein Tag höchstwahrscheinlich auch geprägt sein von dem Fokus auf das Negative. Was aber passiert wenn du dich seit Wochen auf diesen Tag freust und du mit Freude in deinen Tag startest? Richtig – dein Tag wird höchstwahrscheinlich ziemlich großartig.

Daraus ergibt sich, dass es essentiell wichtig ist, wie du deinen Tag beginnst. Kein Mensch hetzt sich morgens schon gerne ab und kommt genervt auf der Arbeit an. Zumindest habe ich noch keinen erlebt.

Für mich ist es mittlerweile ein festes Ritual geworden jeden Morgen zu meditieren und Sport zu machen. Es tut mir gut diese Zeit vor dem Aufstehen einfach nur für mich zu haben. Und ich stelle immer wieder fest, dass dieser liebevolle Blick auf sich selbst mittlerweile leider vielen Menschen abhanden gekommen ist. Was würde deinen Tag prima machen?

Das bedeutet natürlich nicht, dass meine Routine auf jeden anderen Menschen übertragbar ist. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass eine Morgenroutine unheimlich viel ausmacht. Hier muss jeder für sich selbst herausfinden was für ihn das richtige Vorgehen ist.

Aufgabe: Entwickle eine bestärkende Morgenroutine. Was brauchst du heute damit es dir gut geht? Was würde diesen Tag prima machen? Womit kannst du dir heute selbst eine Freude machen? Inwiefern kannst du dich heute selbst beschenken? Wie möchtest du in diesen Tag starten?

Tag 21 der Challenge:

Es klingt immer viel leichter als es tatsächlich ist: Werde dein eigener bester Freund. Aber genau das ist unheimlich wichtig.

Wenn dein bester Freund zu dir kommt und traurig ist – du würdest alles dafür tun ihn aufzumuntern, zu trösten oder abzulenken. Was aber passiert, wenn du selbst traurig bist? Munterst du dich selbst auf? Tröstest du dich selbst? Oder lenkst du dich so lange ab bis dich deine Traurigkeit wieder einholt?

Vielmehr empfinde ich den Satz “Sei dein eigener bester Freund” als Aufforderung eben genau diesen liebevollen Blick auf dich selbst wieder zu entwickeln. Denn dieser ist vielen Menschen leider mittlerweile abhanden gekommen. Wir sind viel zu gut darin uns selbst fertig zu machen und für diejenigen Dinge zu verurteilen, die wir (noch) nicht können.

Du bist gut so wie du bist. Jetzt musst nur noch du das erkennen.

Aufgabe: Sieh einfach mal, dass du bereits alles tust was nötig ist. Erkenne, dass du gut bist wie du bist. Sei dein eigener bester Freund. Sei für dich da, wenn du dich brauchst.

Tag 22 der Challenge:

Gibt es Bereiche in deinem Leben, die du innerlich ablehnst? Bei denen es dir besonders schwer fällt sie anzunehmen und zu lieben? Oder vielleicht hast du eine Macke oder Angewohnheit, die du eigentlich ziemlich blöd findest und am liebsten ablegen möchtest. Was aber wäre, wenn du vollkommen mackenfrei wärst? Wärst du dann nicht ein komplett anderer Mensch? Wärst du dann noch du selbst?

Natürlich kann ich an dieser Stelle nur von mir sprechen, aber …

Menschen ohne Macke sind kacke.

Denn genau das ist es was Menschen liebenswert macht. Ihre Ecken und Kanten. Das Unperfekte. Ich persönlich möchte mich nicht mit Menschen umgeben die “scheinbar perfekt” sind, denn für mich wird das ganz schnell ziemlich langweilig. Viel lieber habe ich Menschen um mich die zu ihrer eigenen Unperfektheit stehen. Davon sollte es viel mehr geben.

Aufgabe: In welchen Lebensbereichen kannst du dir selbst mehr Liebe schenken? Kein Mensch ist perfekt. Schon gar nicht diejenigen, die es von sich selbst behaupten. Wir alle haben unsere ganz persönlichen Baustellen im Leben. Liebe dich mit all deinen unperfekten Ecken und Kanten. Denn insgeheim machen sie dich erst so richtig liebenswert und sympathisch.

Tag 23 der Challenge:

Bist du als Kind auch auf Leistung getrimmt worden? Hast du was geleistet – bist du wer. Hast du nichts geleistet – bist du nichts. Ich selbst durfte mich mit diesem limitierenden Glaubenssatz auseinandersetzen als ich im Januar 2017 arbeitslos wurde. Wer bestimmt eigentlich was ich wert bin? Bin ich weniger wert, weil ich keine Arbeit habe?

Welchen Selbstwert gibst du dir? Erinnere dich daran, dass der Selbstwert so heißt, weil du ihn dir selbst gibst. Dazu benötigt es keinen Anreiz von außen. Du legst ihn einfach fest. Punkt. Nichts und niemand kann diesen Selbstwert beeinflussen – außer dir selbst. Wenn jemand deinen Selbstwert ankratzt, dann nur weil du es zugelassen hast. Bleibe hier bitte voll bei dir. Es ist dein eigener Selbstwert. Du bestimmst.

Du bist unendlich wertvoll.

Wie behandelst du dich eigentlich selbst? Bist du dir deines eigenen Wertes bewusst? Genauso wichtig wie sich selbst gut zu behandeln ist es übrigens darauf zu achten, dass dich auch die Menschen in deinem Leben gut behandeln. Denn du bist es wert gut behandelt zu werden – von dir und von anderen. Du musst nicht akzeptieren, wenn dich jemand schlecht behandelt. Nimm es zur Kenntnis und verlasse wenn nötig die Situation. Aber achte darauf, dass niemand jemals deinen Selbstwert ankratzt.

Aufgabe: Welchen Wert gibst du dir selbst? Welchen Wert gibst du deinen eigenen Bedürfnissen? Behandel dich selbst gut. Tu dir heute etwas Gutes. Denn genau das bist du wert.

Tag 24 der Challenge:

Wer ist eigentlich der wichtigste Mensch in deinem Leben? Hand aufs Herz: Wie lange würde es dauern, bis du dich selbst nennst? Es ist faszinierend, dass den meisten Menschen immer zuerst alle anderen Menschen einfallen. Was ist mit uns selbst? Was ist mit dir?

Hast du jemals Urlaub alleine gemacht? Wenn ich darauf angesprochen werde, sage ich immer “Ich bin doch gar nicht alleine, ich habe den wichtigsten Menschen in meinem Leben immer bei mir – mich selbst.” Es mag im ersten Moment zwar etwas komisch und ungewohnt klingen, aber genau so ist es. Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben.

Mach dich selbst zur Priorität Nr. 1.

Aufgabe: Verbringe heute etwas Zeit mit dir selbst. Nimm dir Zeit für dich und für das was dir Spaß macht. Tue etwas was dich glücklich macht. Du hast es verdient, dass es dir gut geht. Lass die Zeit mit dir selbst so wertvoll sein, dass du feste Termine dafür einplanst. Und – halte diese Termine unbedingt ein. Tu es für dich. Für deinen Selbstwert. Aus Liebe zu dir selbst.

Tag 25 der Challenge:

Gehörst du zu den Menschen die von sich behaupten nicht tanzen zu können? Wenn ja, lass mich dir eine kleine Geschichte erzählen.

Von mir selbst habe ich immer behauptet nicht tanzen zu können. Irgendwann fing ich an zu joggen. Mein Körpergefühl wurde sehr viel besser. Bei einem Vortrag ist letztendlich der Knoten bei mir geplatzt – es gab eine Übung bei der wir zu dem Song “Cotton Eye Joe” tanzen sollten. Und zwar so wie uns gerade danach ist. Und natürlich kam meine innere Stimme hervor und quäkte: “Ich und tanzen? Puuuuh.” Die Übung war Überwindung, aber – was soll ich sagen – so einen Spaß hatte ich lange nicht mehr.

Geholfen hat mir auch der Gedanke, dass Tanzen im Prinzip nur Bewegung ist. Und Bewegung kann jeder.

Mich hat der Gedanke am Tanzen gehindert, dass es besonders gut sein muss. Das muss es aber überhaupt nicht. Erlaubt ist hier so gut wie alles solange es dir damit gut geht und du dich wohl fühlst.

Aufgabe: Wann hast du zum letzten Mal getanzt? Versuche das Ganze ohne Wertung zu tun. Tanzen ist so individuell, dass es kein gut oder schlecht gibt. Erlaubt ist was gefällt und was dir gut tut. Lasse dich von der Musik leiten.

Tag 26 der Challenge:

Über schlechte Angewohnheiten habe ich bereits gesprochen. Heute gehe ich etwas näher darauf ein. Gewohnheiten sind so wichtig, allerdings können sie sowohl bestärkend als auch kontraproduktiv sein.

Wenn du z.B. nur produktiv bist, wenn deine Wohnung aufgeräumt ist, aber du am liebsten alles in deiner Wohnung herumliegen lässt – dann ist diese Gewohnheit kontraproduktiv. In diesem Fall könntest du feste Plätze für deine Sachen aussuchen und deine Sachen dann auch direkt nach Benutzung wieder dorthin zurück bringen. Das ist alles Gewohnheitssache. Mir hat diese Methode unheimlich geholfen mich zu strukturieren. Einige von euch wissen bereits, dass ich vor 10 Jahren noch als Messi gelebt habe und seit dem dabei bin kontinuierlich an mir zu arbeiten und meinen Besitz bereits um 2/3 reduzieren konnte in den letzten Jahren.

Auf meinem Weg haben mir veränderte Gewohnheiten sehr weitergeholfen. Ich wäre nicht an dem Punkt an dem ich heute bin ohne hilfreiche Gewohnheiten. Wenn ich mein komplettes Mindset in Bezug auf Konsum nicht geändert hätte, wäre ich heute wohl immer noch Messi. Es geht mir nicht darum dir zu zeigen was ich schon alles Tolles erreicht habe. Ich möchte dir nur verdeutlichen wie wichtig Gewohnheiten auf deinem eigenen Weg sein können. Meine eigene Vergangenheit dient in diesem Fall lediglich als eindrucksvolles Beispiel.

Aufgabe: Passen deine Gewohnheiten zu deinen Plänen? Welche schlechte Gewohnheit möchtest du ablegen? Durch welches hilfreiche Ritual möchtest du diese ab heute ersetzen?

Tag 27 der Challenge:

Wer kennt sie nicht – die unerledigten Punkte auf der To-Do-Liste? Dazu musst du nicht mal in physischer Form eine Liste angelegt haben. Manchmal reicht auch der Gedanke “Ich müsste mal xy erledigen”.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viel zu viele Dinge davon niemals angegangen werden. Oder sich irgendwann von selbst erledigen. Schon seit einiger Zeit hatte ich beispielsweise den Punkt “Zwergsonnenblumen in den Garten pflanzen” vor mir hergeschoben – bis es irgendwann zu spät war und so ziemlich alle meine Zwergsonnenblumen durch einen Schädling kaputt waren.

Und viel zu oft machen wir uns selbst fertig wegen der Dinge, die wir eigentlich tun wollten, aber dann doch nicht tun. Aus Gründen. Unter meinen Bekannten sind auch ein paar, die ihre Träume niemals verwirklicht haben. Das Umsetzen der Träume wäre schließlich mit Aufwand verbunden.

Ja, natürlich ist es Aufwand. Aber es ist ein Aufwand der sich lohnt. Für deine Träume. Für dich selbst. Für dein eigenes Selbstbild. Und genau darum geht es – wie siehst du dich selbst wenn du die Dinge, die du dir vornimmst nicht erledigst? Möglicherweise als Versager.

Wenn du deine To-Do-Liste absolut nicht selbst in den Griff kriegst, überlege dir ob es für dich Sinn macht einen Freund einzuweihen, der dich dabei unterstützt. Dadurch wird es etwas verbindlicher.

Aufgabe: Welcher Punkt auf deiner To-Do-Liste steht schon viel zu lange darauf? Erledige ihn heute. Tu es für dein eigenes Selbstbild.

Tag 28 der Challenge:

“Ach, eigentlich würde ich mir viel häufiger selbst etwas gönnen. Und eigentlich würde ich gerne viel häufiger mal einen Wellness-Tag einlegen oder zur Massage gehen.” Kennst du solche Gedanken? Blöd nur, dass dieses “eigentlich” in den meisten Fällen nie eintritt. Manchmal halten wir uns aber auch selbst zurück was das Thema Wellness angeht, weil wir den limitierenden Glaubenssatz in uns tragen, dass Wellness teuer sei. Das stimmt aber nur bedingt.

Mittlerweile bin ich selbst ein großer Fan von Mini-Wellness. Was das ist? Man könnte es auch als “Wellness für’s Badezimmer” bezeichnen. Alles was ich z.B. dazu brauche ist ein gut duftender Badezusatz (oder Duschgel), Babyöl und meine Lieblingsmusik. Sich selbst etwas Gutes zu tun muss nicht teuer sein. Schon gar nicht, wenn sich die Wellness-Einheit jederzeit ins heimische Badezimmer holen lässt.

Aufgabe: Lege doch heute einfach mal ein bisschen Mini-Wellness ein und mache es dir schön. Genieße diese Mini-Auszeit für dich ganz allein. Wenn du magst kannst du dir selbst auch gerne eine Massage gönnen. Du massierst die Körperteile, die du alleine massieren kannst. Arme, Waden, Beine, Oberschenkel, vorderer Oberkörper, Füße. Ganz wie es dir am besten gefällt.

Tag 29 der Challenge:

Hatten wir das Thema nicht gestern erst bei der Challenge? Ja, ein Stück weit schon. Allerdings empfinde ich es als dermaßen wichtig, dass ich dem Thema “dir selbst etwas Gutes tun” in der Challenge gerne zwei Tage widmen möchte.

Wie wir ja schon gelernt haben solltest du mit dir selbst umgehen als wärst du dein eigener bester Freund. Sei wertschätzend mit dir, deiner Zeit, deinem eigenen Leben. Wähle deine Worte, dein Umfeld, deine Freunde weise. Es ist dein Leben und du hast nur dieses eine.

Manchmal durchleben wir Zeiten in denen alles um uns herum zusammen zu brechen scheint. Nichts bleibt wie es war. Und nicht immer schauen wir positiv auf Veränderung. Eine Garantie gibt es nicht. Und Sicherheit ist ein Trugschluss.

Sei deine eigene Sicherheit. Egal was passiert, du gehst gestärkt daraus hervor.

Umso wichtiger ist es, dass du mit dir selbst gut umgehst und für dich da bist, wenn du dich brauchst.

Aufgabe: Tu dir selbst was Gutes. Du hast es verdient, dass es dir gut geht. Wie geht es dir damit gut zu dir selbst zu sein? Für was hast du dich entschieden?

Tag 30 der Challenge:

Nachdem du dir selbst etwas Gutes getan hast gehen wir nun einen Schritt weiter und tun anderen etwas Gutes. Denn was du anderen gibst, kommt zu dir zurück. Nicht immer von derselben Person sondern manchmal auf Umwegen – aber es kommt zu dir zurück. Es muss nichts Großes sein, manchmal reichen schon ein paar aufmunternde Worte oder ein ehrliches Lächeln. Es muss nichts Großes sein womit du deinen Mitmenschen eine Freude machst. Es sind fast immer die kleinen Dinge die wirklich einen Unterschied machen.

Fehlende Wertschätzung kann langfristig gesehen unschöne Konsequenzen mit sich bringen. Sie kann einen unheimlich unzufrieden machen und zermürben, außerdem hat sie die Macht Freundschaften zerstören, Trennungen herbei zu führen und sogar Kündigungen provozieren. Jeder Mensch möchte Liebe und Wertschätzung erfahren. Nur sieht diese für unterschiedliche Menschen auch unterschiedlich aus. Es gibt verschiedene Arten der Wertschätzung. Manche Menschen möchten am liebsten ein aufmunterndes Schulterklopfen oder in den Arm genommen werden, andere sind nur mit materiellen Geschenken zufrieden. Für mich persönlich ist es gemeinsame Zeit, auch Quality time genannt. Gemeinsame Zeit verbunden mit Aufmerksamkeit ist eines der wertvollsten “Dinge”, die wir anderen Menschen schenken können.

Gehe wertschätzend mit der Zeit anderer Menschen um.

Aufgabe: Überlege dir heute welchem Menschen in deinem näheren Umfeld du eine Freude machen kannst. Und wie könnte das Ganze aussehen? Sollen es nette Worte sein? Oder vielleicht ein paar Blumen? Wem möchtest du heute den Tag versüßen?

Tag 31 der Challenge:

Unabhängig davon was du bei der gestrigen Tagesaufgabe für deinen auserwählten Mitmenschen getan hast, möchte ich dich heute dazu animieren Worte des Dankes auszusprechen. Dankbarkeit ist momentan gefühlt in aller Munde – und auch ich finde Dankbarkeit enorm wichtig. Eben weil es der reinste Ausdruck von Wertschätzung ist – ein ehrlich gemeintes “Danke schön”.

In zahlreichen Meditationen führt das Thema Dankbarkeit sogar so weit, dass der eigene Körper/die eigenen Organe nacheinander durchgegangen werden getreu nach dem Motto “Ich bin meinen Füßen dankbar dafür, dass sie mich zuverlässig durch jeden Tag tragen. Ich bin meinen Beinen dankbar, dass sie mich so stabil stehen lassen.” Und manchmal, ja – manchmal, da lässt sich das auch auf die Mitmenschen übertragen. “Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie mich jeden Morgen so nett begrüßen. Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie immer freundlich sind. Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie mir Arbeit abnehmen. Danke, dass du immer für mich da bist. Danke für deine Freundschaft.” Die Aufzählung lässt sich beliebig erweitern.

Ein nettes Wort kostet nichts und bewirkt doch so vieles.

Aufgabe: Suche dir heute einen Menschen aus dem du schon immer einmal danken wolltest für seine Unterstützung – in welcher Form auch immer. Es kann gut sein, dass du damit seinen Tag rettest.

Falls du es noch nicht tust, kann ich dir auch sehr empfehlen ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben. Immer wenn dir ein Grund einfällt dankbar zu sein, notiere ihn in deinem Notizbuch. Auf diese Art und Weise hast du alles wofür du dankbar bist immer griffbereit, wenn du es benötigst.

Tag 32 der Challenge:

Puh, der letzte Challenge-Tag ist angebrochen. Und jetzt geht es noch einmal an’s Eingemachte. Wie ist es dir mit der Challenge insgesamt ergangen? Was hast du Neues gelernt?

Wenn du ein paar wundervolle und lehrreiche Erkenntnisse über dich selbst gewonnen hast ist das natürlich super. Vielleicht stellst du aber auch fest, dass du bereits auf einem richtig guten Weg bist. Beides vollkommen in Ordnung.

Bei einem Vortrag habe ich eine wundervolle geführte Meditation erleben dürfen. Wir haben eine Traumreise in unsere Vergangenheit gemacht und dort unserem 2-jährigen Ich ein Versprechen gegeben. Was ich meinem 2-jährigen Ich versprochen habe werde ich an dieser Stelle allerdings nicht teilen. Nur so viel: Es ist etwas, was ich ganz lange Zeit nicht getan habe.

Aufgabe: Heute möchte ich dich dazu einladen dir selbst ein Versprechen zu geben. Was wirst du ab heute verändern in deinem Leben? Ich kann dir nur ans Herz legen in kleinen Schritten in die Veränderung zu gehen. Versuche nicht zu viel auf einmal zu verändern, sonst verzettelst du dich mit ziemlicher Sicherheit. Zumindest ging es mir regelmäßig so.

Wenn du möchtest und dir das Thema nicht zu persönlich ist, teile deine Erkenntnisse gerne mit mir und den anderen Teilnehmern in den Kommentaren oder nutze das Hashtag #selbstliebe2018. Natürlich kannst du mir auch sehr gerne eine Nachricht schreiben. Falls du die Challenge lieber für dich alleine machen möchtest, empfehle ich dir, deine Erkenntnisse zumindest aufzuschreiben.

Vielen Dank, dass du ein Teil der Challenge bist. Ich danke dir von Herzen für deine Teilnahme und für den Mut deine Erkenntnisse zu teilen. Schön, dass es dich gibt. 🙂

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